Profil der ÖGMW

Die Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft wurde 1973 in Ergänzung der etablierten akademischen Institutionen als Kontaktforum aller mit der österreichischen Musikforschung verbundenen Persönlichkeiten und Institutionen gegründet. Ein besonderes Anliegen war es damals gewesen, Kontakte zu den in den 1930er Jahren ins Exil gegangenen Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftlern und den Kolleginnen und Kollegen in den kommunistischen Ländern aufzubauen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als eine zentrale Aufgabe herauskristallisiert.
Präsidenten der Gesellschaft waren Erich Schenk, Gerhard Croll, Franz Födermayr, Theophil Antonicek, Tilman Seebaß, Peter Revers und Andrea Lindmayr-Brandl.

Die ÖGMW ist Herausgeberin des 1977 gegründeten Jahrbuches Musicologica Austriaca, in dem aktuelle Forschungsergebnisse der österreichischen Musikwissenschaft zur Diskussion gestellt werden und das den Mitgliedern für die Veröffentlichung von Beiträgen zur Verfügung steht. Die Musicologica Austriaca umfasst Arbeiten aus allen Teilbereichen der Musikwissenschaft. Die Bände enthalten in wechselnder Folge thematisch gebundene und freie Aufsätze.

Ferner ist die ÖGMW Betreiberin einer Mailingliste, über die Informationen über laufende Aktivitäten und Vorhaben nicht nur der Gesellschaft, sondern innerhalb der gesamten österreichischen Musikwissenschaft ausgetauscht werden.
Die ÖGMW betrachtet die Vermittlung von Informationen und die Förderung der Kommunikation innerhalb der Disziplin als eine ihrer wesentlichen Aufgaben. Dem wird besonders durch die Veranstaltung nationaler und internationaler Kongresse Rechnung getragen, deren Ergebnisse in Kongressberichten publiziert werden. Ebenso dienen regelmäßige Vortrags- und Veranstaltungsreihen dem wissenschaftlichen Meinungsaustausch.

Die jährliche Generalversammlung ist mit einer wissenschaftlichen Veranstaltung verbunden. Die ÖGMW ist bemüht, Studierende und junge Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftler anzusprechen. Im Rahmen des Begleitsymposiums zur jährlichen Generalversammlung ist die Sektion Junge Musikwissenschaft für wissenschaftliche Beiträge von Studierenden vorgesehen.
Studentische Präsidiumsmitglieder sollen außerdem den Kontakt zwischen den Studierenden auf nationaler und internationaler Ebene fördern.